Australische aborigines Stoffe erzählen Geschichten

Australische Aborigines Stoffe: Über den Ursprung

Bei den australischen aborigine Stoffen sind es die Designs, die die Geschichte erzählen. Jedes Deisgn erzählt eine Geschichte über Traditionen, die Lebensweise sowie Riten und Mythen der Aborigines. Die Aborigines sind die Ureinwohner Australiens. Sie sind kein einheitliches Volk sondern eine Ansammlung verschiedener Stämme und Clans mit sehr unterschiedlichen Bräuchen und Sprachen. Eins haben sie allerdings gemeinsam, sie lebten vorwiegend als Jäger uns Sammler - immer im Einklang mit der Natur. Die australischen Aborigini- oder indigenen Stoffdesigns sind farbenfroh, lebhaft und sehr dekorativ. Es warden dort Bilder von Künstler der indigenen Stämme auf Stoff gedruckt. Diese Bilder vergegenwärtigen kulturelles Erbe in dem sie prähistorische Geschichten mit Farben, Symbolen und Designs in Bildern erzählen. Diese traditionelle Kunst ist eine der ältesten dieser Welt und reicht in der Geschichte bis zu 50'000 Jahre zurück Der Druck dieser Bilder auf Stoffe verleiht den Künstlern nochmals eine neue Dimension, ihre Geschichten der Welt zu erzählen.

Australische Aborigines Stoffe: Dreamtime

Die meisten australischen Aborigines Designs erzählen sogenannte “Dreamtime” Geschichten. Diese Traumzeit hat aber mit träumen im Schlaf aber wenig zu tun. Träumen bedeutet für die Aborigines Zusammenhänge in der realen Welt zu verstehen und in Ihrem Handeln und Ihren Umgang mit der Natur zu reflektieren.

"Dreamtime" in der Mythologie der Aborigines

In der Mythologie der Aborigines ist die “Dreamtime” eine zeit- und raumlose Welt – eine spiritueller Ebene, aus der die reale Gegenwart in einem permanenten Schöpfungsprozess hervorgeht. Beispielsweise wird eine Quelle oder ein Felsen als Manifestation eines Traumzeit-Ereignisses in der Gegenwart gesehen. Die Traumzeit gilt als Ursprung für die Regeln des menschlichen Zusammenlebens in der realen Welt. Dies beinhaltet auch die sozialen Regeln des Zusammenlebens – es wird eine Art Verhaltenskodex daraus abgeleitet, ohne dass die Traumzeit als moralische Instanz gesehen wird, sondern als lernendes System. Gegenwart und Traumzeit beeinflussen sich also gegenseitig in einer symbiose-artigen Beziehung.

"Dreamtime" als Lebensphilosophie

Das verbindende Element ist die Seele der Ahnen, die in der Mythologie der Arborigines als “Funke” bezeichnet wird und somit eine Seelenverwandtschaft zwischen Traumzeit und Gegenwart schafft und durch den Glauben an Wiedergeburt sei es als Baum, Kangaroo oder Mensch teil der Schöpfung ist und bleibt. Durch bestimmte Rituale und Zeremonien können sogenannte “Clever Man” jederzeit Kontakt mit der Traumzeit und Ihren Figuren aufnehmen. Diese werden zwar als sogenannte “Geister” oder “australische Hochgötter” verehrt, anders als beispielsweise im Christentum werden diese aber nicht als Schöpfer angesehen und greifen auch nicht in das Schicksal der Menschen ein. In anderen Worten, die Dreamtime ist keine Religion oder ein Kult, es ist eine Lebensphilosophie.

Beispiele: Geschichten zu Aborigines Stoffen

„Yalke“

Yalke werden auch die australischen Feuchtgebiete genannt. Dort können sowohl in Trocken- wie auch Regenzeiten, die verschiedensten Tiere von Vögel bis exotische Frösche wie auch unterschiedliche Vegetationen beobachtet werden.

In der Trockenzeit zieht sich das Leben von Wasservögeln und anderen Zugvögeln in die Wasserlöcher und dauerhaften Feuchtgebiete zurück. Während der Feuchtzeit versammeln sich auch Elstern und Gänse in diesen Feuchtgebieten. Die Künstlerin kreiert dieses Design unter Benutzung von Aboriginal Symbolen und Zeichen aus ihrer “Dreamtime” Geschichte.

„Fallen Seeds“

In Utopia gibt es Pflaumenbäume im Überfluss und dementsprechend liegen unter den Bäumen sehr viele Samenkerne. Die Aborigini machen aus dem Mehl der Kerne sehr schmackhaftes Brot.  Auf dem Stoff sind die Schatten der Bäume und die darunter liegenden Samen abgebildet.

„Bush-Pflaume ist eine Frucht, die in den subtropischen Woodlands des Northern Territory von Australien heimisch ist. Sie haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und sind voll von Antioxidantien, Folsäure und Eisen. Die Früchte sind wichtiger Nahrungsbestandteil und Heilmittel für die indigenen Menschen des Northern Territory, die dort seit Jahrhunderten leben. Ihr Erfolgsrezept war ihr Wissen über Natur und Bush-Nahrung.

„Wild bush coconut“

Ein Stoff erzählt über symbiotische Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Planze

Die Künstlerin

Die Aborigine Künstlerin Audrey stellt auf diesem Stoff symbolisch ihre Traumzeit dar, wie diese Coconut Trees sich über in ihrer Kindheit über die gesamte Heimatregion verbreitet haben.

Der Baum

Coconut trees sind mittelhohe Bäume, die es überwiegend in der Region um Yuendumu (NT) gibt. Der Bush Coconut Tree wird auch “Bloodwood Tree” also Blutholzbaum genannt. Blutholz deshalb, weil das Harz des Baumes blutrot ist.

Die Symbiose

Die Frucht des Baums der “Bloodwood Apple” ist Teil der Bushmänner Nahrung. Dieser Apfel ist ein symbiotisches Ergebnis aus Pflanze und Tier was folgendermassen abläuft: Eine weibliche Larve oder wurmähnliches Tier löst bei dem Blutholz Baum eine Reaktion aus, bei der der Baum eine golf- bis tennisballgrosse Blase um das Insekt wachsen lässt. Diese ist aussen hölzern und innen fleischig milchig-weiss. Die Larve brütet im Innern.

Die Aborigines pflücken diese Wild Coconuts, klopfen die hölzerne Schale auf und essen das nahrhafte weisse Fleisch, dem Geschmack der Kokosnuss sehr nahe kommt. Die Larve im Inneren wird ebenfalls gegegessen – sie ist im Geschmack sehr süsslich.

„Dancing Spirits“

„Dancing Spirit“ zeigt den heiligen Tanz der ehemaligen Aborigini-Vorfahren seit Urzeiten. Während des Tanzes, den diese Aboriginal-Geister zu Ehren von Mutter Erde aufführen, drücken sie ihre Liebe und Bewunderung für ihr heiliges Land aus. 

„Fire Dreaming“

Die „Fire Dreaming“ Zeremonie ist eine der Sechs saisona- len Zyklen im Aborigini-Kalender. Die Zeremonie ndet in der Nacht statt, bevor die kontrollierten Buschbrände gelegt werden. Dabei soll die Verbindung zwischen Land und Menschen gefeiert werden. 

„Wild Desert Flowers“

Zentralaustralien ist bekannt für seine karge Landschaft, aber in guten Regenjahren verwandelt sich die Wüste während der Wintermonate in ein riesiges und spektakuläres Meer aus Wüstenblumen. 

„Spirit People“

Dieses Design beschreibt die Verbundenheit von Dreamtime und Realität. Die Geister von der Vorfahren sind als sogenannte "Guides" der Lebenden immer präsent. Der Kreis im Zentrum symbolisiert das "Base Camp" der sogenannten "Spirit People". Diese Geister (symbolisiert durch die grossen Figuren) begleiten die Aborigines (symbolisiert durch in den kleinen Punkten) auf Ihrer täglichen Reise. Die 4 Kreise in jeder Ecke stellen die realen Aborigines Siedlungen dar. Die Geister der Vorfahren kommen und holen die Verstorbenen und bringen diese zum "Main Camp" in der Mitte.

„Plum and Bush Banana“

Die „ Bush Plum“ wie auch die „Bush Banana“ sind Früchte, die bei den Aboriginis bereits seit Jahrhunderten sowohl als Nahrungsmittel aber auch als Medizin eingesetzt werden. Ihr profundes Wissen über Natur und Bush-Pflanzen hat sie zu wahren Heilern in der Naturmedizin gemacht. 

„Bush Onion Dreaming“

Die „Bush Onion“ ist eine Pflanze die im Bachbett wächst. In der Trockenzeit, wenn der Bach kein Wasser führt und das Grün der Pflanze ausgetrocknet ist, graben die Aboriginis die Knollen aus der Erde. Das zwiebelartige Gewächs kann roh oder gekocht gegessen werden. 

„Gathering Bush Tomatoes“

Die „Bush Tomato“ ist auch unter dem Namen Wüsten-Rosine bekannt, da sie im getrockneten Zustand der Rosine sehr ähnlich ist.  Geschmacklich ist sie allerdings eher scharf-pikant. Sie ist seit Jahrhunderten ein Grundnahrungsmittel der Aborigini. Die Anmatyerr Frauen mahlen sie im getrockneten Zustand zu Pulver mischen Baumharz darunter und formen Bälle daraus, die sie wiederum in der Sonne trocknen lassen. Dadurch werden die Früchte konserviert und haltbar gemacht.

„Body Painting“

Body Painting ist wichtiger Bestanteil der Aborigine Kultur. Jede Region, jeder Stamm hat einen eigenen Body Painting Stil. Die Körperzeichnungen, die dekorativ und schmückend sind, haben aber ebenfalls eine tiefere spirituelle Bedeutung für die australischen Ureinwohner. Man ist nicht frei in der Wahl des Musters und der Erscheinung, die Körperzeichnungen müssen konform sein mit sozialen und historischen Mustern, die den Rang und die Stellung jedes einzelnen widerspiegelt.

„Bush Plum“

Die Bush Plum eine Art Pflaume ist eine lebenswichtige Nahrungsquelle (sehr reich an Vitamin C) für die Aborigines und kommt in sehr vielen Dreamtime Geschichten der Frauen vor. Das Design stellt eine Draufsicht die Bäume dar, die für die Ernte der Früchte geschüttelt werden. Die Früchte sind zwar bereits sehr süss, werden allerdings noch in Wasser eingelegt, damit sie weich für den Verzehr werden.

„Goanna and Snake“

Es gibt viele Geschichten um den Waran und die Schlange, die in diesem Design dargestellt werden. Meist sind es Geschichten um wer ist schneller, listiger oder stärker. In den überlieferten Geschichten liefern sich die beiden Wettkämpfe und Wettläufe und versuchen sich gegenseitig auszutricksen mit Angriffen, List und Schnelligkeit.

„Wild Bush Flower“

Dieses Design ist ein abstraktes Kunstwerk, das Bush Samen, wilde Blumen und Schoten, die von den Aborigine Frauen gesammelt werden. Sie sind Hauptbestandteil der Aborigne Nahrung, werden zusätzlich aber auch für eine Vielzahl anderer Zwecke eingesetzt, wie z.B. die traditionelle Bush Medizin.

„Bush Plum and Waterhole “

Traditionell ist die Rolle der Aborigines Frauen, die der Sammler. Sie sammeln Bush Nahrung wie Bohnen, Äpfel, Tomaten und Kirschen in hölzernen Schalen die traditionell "Coolamon" genannt werden. Auch Yams wird mit sogenannten "Grabestöcken" aus der Erde gegraben. 

Die Künstlerin June stellt in diesem Design die heruntergefallenen Bush Plaumen und die Pfade der Aborigine Frauen dar.

„Bush Tucker after Rain“

Northern Territory - woher die Künstlerin des Designs stammt - liegt in einer ariden und semi-ariden Zone, was bedeutet, dass sehr wenig und unregelmässigen Niederschlag fällt. Wenn dieser dann aber fällt, explodiert die Natur und ein farbenfrohes Blumenmeer bedeckt den Boden. Dies ist die Zeit in der Bush Tucker Nahrung steht ausreichend zur Verfügung und wird gesammelt, getrocknet und haltbar gemacht für die Trockenzeit.

„Sandhill“

Sanddünen sind Zeugen von Wind und Wetter. In vielen Regionen der Erde werden sie sogar geschützt. Für die Aborigines stellen sie Lebensräume für ganz spezielle Arten von Flora und Fauna dar und es wird sehr darauf geachtet, diese Lebensräume mit Respekt zu behandeln. Die Darstellung der Linen mit Punkten soll den Effekt von Wind und Bewegung symbolisieren.

„Fresh Life after Rain“

Zentralaustralien ist eine vegetationsbezogen eine Halbwüste. Regen ist in dieser Region sehr rar und die Vegetation auf dieses karge Klima eingerichtet und daher sehr reduziert. Manchmal fällt nach vielen Monaten der Trockenheit im Gebiet von Alice Springs doch Regen und die Erde erwacht zum Leben und überall spriessen und wachsen wilde Blumen. Als Besucher wird man von einem Farbenmeer aus gelb, violett, rot und grün überrascht und beeindruckt. 

"Underground Water"

"Underground Water" erzählt von der Wasserknappheit in der Region Alice Springs, der Wüstenstadt. Die Aborigines leben in vollem Einklang mit den unwirtlichen Natur und haben mit ihrem tiefgreifenden Wissen über die lokalen Gegebenheiten Methoden um das überlebenswichtige Grundwasser aufzuspüren. Das Design gibt es in zwei Farben.

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